Im Reich der Felsen

Auch am 3.05.26 fanden sich sieben Görlitzer OLer an der Kammbaude in Hain/ Oybin ein, um am 2. Wettkampftag des Saxbo an einem verlängerten Mittel-OL teilzunehmen. Als jüngste Starterin des Vereins versuchte sich Marlene das erste Mal mit Begleitung an einer offenen Fähnchenbahn und kam am Ende gut gelaunt ins Ziel, wo erst mal reichlich Wasser mit Sirup getrunken wurde.

Über 200 angemeldete Läufer und Läuferinnen folgten dem Ruf der Felsen – und damit auch der Höhenmeter. Wohl dem, der nach dem ersten Saxbo Tag noch ausreichend Reserven und lockere Beine hatte.

Wieland Kundisch (USV TU Dresden) war an diesem Tag für die Bahnlegung verantwortlich und das bedeutete nach Meinung einiger erfahrener OLer, dass mit vielen anspruchsvollen Felsenposten zu rechnen sei. Das bewahrheitete sich dann auch kurz nach der Kartenentnahme am Start: insgesamt waren deutlich mehr Felsposten als am Vortag zu absolvieren. Zudem waren viele kurze Postenverbindungen vorhanden, was den OLern gute Feinorientierung und hohe Konzentration abverlangte.

Das Besondere an diesem Wettkampftag war ein Kartenwechsel für die meisten Kategorien. Zu Beginn und am Ende wurde im felsenreichen, steilen Gelände auf einer Karte mit Maßstab 1:7500 gelaufen. In der Mitte der Strecke wurde auf eine Sprintkarte Maßstab 1:3000 gewechselt, die gleich auf die Kartenrückseite gedruckt war. Der Einstieg in die Sprintkarte war der Vorplatz der Burg Oybin auf halber Höhe. Hier war sicherlich der gut dran, der sich schnell in die Sprintkarte einlesen konnte und in den Treppenauf- und Abgängen zurechtfand. Insgesamt führte der Sprintteil durch offenes, parkähnliches Gelände im Zentrum von Oybin.

Aus meiner Sicht sorgte der Kartenwechsel für einen besonders abwechslungsreichen und spannenden Lauf. Es hat wieder einmal viel Spass gemacht beim Saxbo mitzulaufen!

Ergebnisse:

Marlene: HDR (offene Fähnchenbahn selbe Bahn wie D/H10Fähnchen) 14. Platz mit 35:42 (2,6km; 80 Hm; 6 Posten) - mit Begleitung;

Lieselotte D14: 11. Platz mit 1:01:43 (3,3 km; 185Hm; 17 Posten);

Loreen D14: 13. Platz mit 1:03:39 (3,3 km; 185Hm; 17 Posten);

Gundula T/DirMS: 14. Platz mit 59:00 (3,3 km; 185 Hm; 17 Posten);

Valentin H18: 8. Platz mit 1:08:00 (4,5 km; 365 Hm; 21 Posten);

Lars H45: 28. mit 2:05:00 (3,8 km; 270 Hm; 20 Posten);

Harald H60: 14. mit 1:12:52 (3,3 km; 210 Hm; 18 Posten);

(A: Gundula)

Höhenmeter statt Kilometer

Was für ein Tag im Wald! Der Samstagslauf der diesjährigen SAXBO 2026 hat wieder einmal gezeigt, warum diese Veranstaltung fest im OL-Kalender vieler Vereine steht – und warum man sich auf die tschechischen Nachbarn einfach verlassen kann: perfekt organisierte Wettkämpfe, anspruchsvolle Bahnen und diesmal auch noch bestes Laufwetter.

Für den Orientierungslauf Görlitz ging es früh an den Start, die Karten wurden studiert, die Postenbeschreibungen gecheckt – und dann hieß es: Kompass ausrichten, Tempo finden und rein ins Gelände. Schon nach den ersten Metern wurde klar: Heute zählen weniger die Kilometer auf der Uhr, sondern vielmehr die Höhenmeter in den Beinen. Kurze, knackige Strecken mit ordentlich Profil verlangten saubere Routenwahl und gutes Tempogefühl.

Typisch SAXBO: technisch anspruchsvolle Passagen wechselten sich mit schnellen Teilstücken ab. Wer hier „nur drauflos lief“, zahlte schnell Lehrgeld. Viele Posten lagen diffizil im Hang, oft unscheinbar platziert – da war präzises Kartenlesen gefragt. Die Devise lautete einmal mehr: „Erst denken, dann laufen.“ Wer den Flow zwischen Karte und Gelände gefunden hat, konnte richtig Zeit gutmachen.

Unsere Läuferinnen und Läufer zeigten solide Leistungen. Es gab einige saubere Läufe „ohne große Zeitverluste“, aber natürlich auch die klassischen OL-Momente: ein kleiner Parallelfehler hier, ein kurzer Suchkreis dort – gehört einfach dazu. Gerade in den steilen Passagen wurde deutlich, dass die Bahnleger kein Erbarmen hatten: Höhenmeter sammeln war Pflichtprogramm.

Besonders positiv: Die Stimmung im Team war top. Im Ziel wurde wie immer gefachsimpelt – über Routenwahlen, verlorene Sekunden und „den einen Posten“, der einfach nicht sofort kommen wollte. Genau diese Mischung aus Herausforderung, Naturerlebnis und Gemeinschaft macht den Reiz unseres Sports aus.

Fazit: Ein gelungener zweiter Tag der SAXBO mit allem, was das OL-Herz begehrt – technisch fordernd, körperlich intensiv und bei traumhaftem Wetter. Und Sonntag ging es weiter – neue Karte, neue Chancen, neue Fehler ?

Gut Karte!

Ergebnissen: www.saxbo.de/Ergebnisse

(A: Steffi & Markus)














Die diesjährige SAXBO startete untypisch in der Nähe von Rumburg im Camp Valdek. Harry Männel hatte sich um eine Sprintkarte im und um das Camp Valdek gekümmert plus ein angrenzendes Waldstück im Maßstab 1:6666 kartiert.

Da der Vortag der SAXBO mit dem 1. Mai als Feiertag frei war, gab es für die OLer diese Gelegenheit sich auf die SAXBO einzustimmen.

Und so gingen 4 OLer aus Görlitz voller Vorfreude auf das SAXBO Wochenende an den Start. Malte wurde, noch etwas Bauingenieurball müde, am Bahnhof Ebersbach-Neugersdorf aufgenommen. Gegen 11 Uhr kamen wir bei bestem Wetter im Camp Valdek an. Das Camp ist eine Art Ferienlager ähnlich dem Querxenland, nur deutlich kleiner. Auf dem Gelände des Camps war ein Sprint mit insgesamt 25 Posten aufgebaut. Man konnte auf 6 Bahnen und dem Gesamtpostennetz starten. Die Karten waren laminiert und deswegen etwas unhandlich. Jeder durfte alles laufen und das so oft er wollte.

Drei Posten lagen im Tiergehege des Camps. Die Bewohner, zwei Schweine und drei Gänse, reagierten unterschiedlich auf die OLer. Während die beiden Schweine von den herumwieselnden OLer’n kaum Notiz nahmen, verteidigten die Gänse ihr Revier. Kampfeslustig wurde der jeweilige OLer fauchend angegriffen, kam er dem Federvieh zu nahe.

Am Nachmittag ging es dann mit freien Startzeiten in den angrenzenden Wald. Viele Steine und Kahlschläge prägten eine gut aufgenommene Karte im seltenen M 1:6666. Die Bahnen waren farblich gekennzeichnet. In Summe war der Wald gut belaufbar. Die Höhenmeter hielten sich in Grenzen. Die Menge an anzulaufenden Posten erforderte ein gutes Maß an Konzentration.

Ergebnisse:

Elite 8,6 km 150 hm 32 Posten:              Malte 66:22 min Platz 2
Rot 5,6 km 90 hm 27 Posten:                  Vali 44:32 Platz 2; Jörg 57:59 Platz 6
Blau 3,6 km 60 hm 17 Posten:                               Lieselotte 65 :00 Platz 10

Ein überraschendes Ergebnis

















Am 19.04.2026 fand der erste richtige Knock-out-Sprint-Wettkampf in Annaberg-Buchholz statt. Die Jugend der TU Dresden organisierte diese Veranstaltung. Wir starteten gegen 10:00 Uhr in den Qualifikationslauf. Diesen begannen alle sehr ruhig, sodass niemand 100 % gab, denn das einzige Ziel war es, den Lauf in Wertung zu bringen. Anschließend wurden wir nach einer zuvor festgelegten Reihenfolge in 6er-Gruppen für das Halbfinale eingeteilt. Gegen 11:00 Uhr startete dann das Halbfinale. Hier gingen die Läufer im Massenstart an den Start. Im Vorstart fand die sogenannte „Runners Choice“ statt, bei der sich die Läufer innerhalb von 20 Sekunden für eine Streckenvariante entscheiden mussten. Die ersten beiden Läufer, die ins Ziel kamen, qualifizierten sich für das Finale. Für Malte gab es gute Chancen, ins Finale zu kommen. Er führte den Großteil der Strecke, doch am Ende gab es einen langen und steilen Anstieg, an dem sich zwei andere Läufer durchsetzen konnten, sodass Malte die Qualifikation knapp verpasste. Für Chalia gab es keine großen Hoffnungen, sich für das Finale zu qualifizieren. Sie startete in einer Gruppe, in der mindestens drei Läufer deutlich erfahrener waren und gegen die sie kaum eine Chance hatte. Sie absolvierte jedoch einen fehlerfreien Lauf und setzte gezielt ihre Taktik ein. Durch Fehler der anderen Läufer schaffte sie es als Zweite ins Ziel und qualifizierte sich damit überraschenderweise für das Finale. Vor dem Finale gab es eine längere Mittagspause. Die Jugend der TU Dresden stellte sicher, dass es uns an nichts fehlte. Es gab kalte und warme Getränke, Kuchen sowie verschiedene herzhafte Speisen. Das Wettkampfzentrum befand sich an einer Sporthalle, in der wir während der Pause das schlechte Wetter aussaßen und uns auf das Finale vorbereiten konnten. Nach dem Regen hatte sich die Temperatur deutlich abgekühlt, sodass die meisten Läufer in ihren Taschen nach zusätzlicher Kleidung suchten. Dann starteten im 15-Minuten-Abstand zunächst die B-Finale (alle Läufer, die sich nicht für das Finale qualifiziert hatten) und anschließend das A-Finale. Im A-Finale mussten die sechs Läufer ihr Können unter Beweis stellen, um sich einen Platz auf dem Treppchen zu sichern. Passend zum Beginn des Finales begann es leider leicht zu regnen. Chalia gab ihr Bestes und nutzte ihre letzten Energiereserven, hatte jedoch aufgrund einer nassen und beschlagenen Brille Probleme beim Kartenlesen und musste etwas Tempo herausnehmen. Am Ende kam sie dennoch glücklich als Sechste ins Ziel. Malte hingegen erlief sich im B-Finale den 4. Platz. Für uns beide war es eine gelungene, abwechslungsreiche und spannende Veranstaltung.

Malte & Chalia

Am Hang des Gerstenberg























Eine kleine Gruppe von 5 Görlitzer OLern machten sich am Samstag auf den Weg zum Mittel-OL in Sebnitz. Der Start lag direkt am Sportplatz nahe der tschechischen Grenze. Von hier ging es kontinuierlich stetig bergan. Laut Bahnleger sollten es ca. 185 Höhenmeter für die Alterklasse der Herren 50 sein. Meine Uhr zeigte am Ende ca. 240 Höhenmeter an. Wo liegt der Fehler? An der Uhr? Am Bahnleger, der falsch gezählt hat? An mir mit falscher Routenwahl? Keine Ahnung, am Ende war es jedoch heftig anstrengend. Dies lassen auch die Laufzeiten der anderen Görlitzer vermuten. Leider war die Beteiligung am Wettkampf recht übersichtlich. Nur ca. 80 Starter kamen. Ursachen könnten wohl viele weitere Laufveranstaltungen an dem Wochenende in Sachsen gewesen sein, z.B. der Zittauer Gebirgslauf oder der Marathon in Dresden. Lieselotte war in ihrer Alterklasse D16 die einzige Starterin und konnte somit nicht geschlagen werden, Petri, Bianca und Lisbeth belegten jeweils die 2. Plätze und waren nicht die Letzten damit auf ihren Strecken. Bei Petri liefen sogar 6 Läuferinnen in der Alterklasse mit. Für Sven stand mittlerer 4. Platz der in der Ergebnisliste.
Insgesamt ein schöner Lauf mit gut belaufbaren Waldstücken und schön gelegten Bahnen. Die Organisation lag hauptsächlich bei Helmut Conrad, der mit über 80 Jahren solche Veranstaltungen immer wieder auf die Beine stellt. Vielen Dank und wir hoffen, dass wir noch viele Jahre zum OL hierher kommen können. (Sven)